Regelmäßigkeit, Natur, Experiment, Herausforderungen, Ratgeberin, Begleiterin, Miteinander, Freunde

LebensbegleiterIn – Regelmäßigkeit

30. März 2020 | 8 Kommentare

Regelmäßigkeit, Natur, Experiment, Herausforderungen, Ratgeberin, Begleiterin, Miteinander, Freunde

Kennst Du Deine Regelmäßigkeit?

Was bedeutet regelmäßig für Dich?

Für mich beinhaltet es schon das Wort: „Einer Regel gemäß!“

Doch welcher Regel? Wer stellt diese auf und warum?

Unser Vorbild, die Natur

Sie orientiert sich am Sonnen- und Mondstand.

Ob es Tag, Nacht, warm oder kalt ist, regnet, schneit oder der Wind seine Spielchen treibt. Sie kennt die Regelmäßigkeit.

Auch wir Menschen sind Teil der Natur und unser Leben folgt einer gewissen Regelmäßigkeit. Ich denke hier u.a. an den fortwährenden Auf- und Abbau unserer Körperzellen, den weiblichen Zyklus und die neun Monate einer Schwangerschaft.

Regeln begleiten unser Leben

Selbstverständlich gestaltet sich das Leben jedes Einzelnen je nach Geschlecht, Alter, Familienstand, Beruf und Anforderungen individuell. Es gibt kulturelle Besonderheiten, sowie religiöse und ethische Betrachtungsweisen.

Ich denke jedoch auch an eine Überprüfung unserer gesellschaftlichen und privat aufgestellten Regeln, die, in Anbetracht der individuellen und vor allem globalen Herausforderungen immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Denn nichts ist in Stein gemeißelt.

Nichtsdestotrotz ist jeder Einzelne seines Glückes Schmied.

Ich lade Dich zu einem Experiment ein, hast Du Lust?

Komm einfach mit mir mit!

Wie geht es Dir heute? Wie fühlst Du Dich? Ist es Dir angenehm, nicht zu kalt, nicht zu warm?
Kannst Du Deinen Herzschlag wahrnehmen, Deinen Atem?

Welche Empfindungen nimmst Du wahr, wenn Du daran denkst, wie regelmäßig und zuverlässig Dich Dein Körper mit allem versorgt, was Dich am Leben hält?
Du brauchst keinen Plan für ihn aufstellen oder gar Buch führen!

Lass Dir etwas Zeit und sei dankbar darüber.

Als ich damit begann, meine täglichen Gewohnheiten genauer unter die Lupe zu nehmen, stellte ich fest, dass Regeln, die in vergangenen Jahren durchaus gültig waren, längst ausgedient hatten.

Zum Beispiel bin ich nicht mehr, wie früher, mit dem linken Fuß aufgestanden, sondern mit dem rechten. Oder ich habe „mein ehernes Gesetz“, spätestens um 8.00 Uhr am Frühstückstisch zu sitzen, aufgegeben. Warum? Durch mein Intervallfasten achte ich strikt auf andere Essenszeiten.

Meine geänderten Vorlieben und Ziele haben neue Regelmäßigkeiten auf den Plan gerufen.

Das ging natürlich nicht über Nacht; ich war mit mir viele Wochen geduldig.

Meine Regelmäßigkeit darf sich wandeln, sie bleibt dennoch meine Begleiterin

Ich fühle mich wohl mit ihr; zum Beispiel wenn wir feste Termine für meine Schreibprojekte vereinbaren. Auch die Geselligkeit kommt nicht zu kurz, denn Familienfeste, Urlaube und vor allem regelmäßiges Treffen mit Freunden bereichern meinen Alltag.

Ich freue mich schon jetzt darauf, wenn wir nach den „Corona-Zeiten“ wieder alle 14 Tage in unser Stamm-Café gehen können.

So wurde das geflügelte Wort „mäßig aber regelmäßig“ unser Leitspruch.

Triff Dich doch auch einmal mit „Deiner Regelmäßigkeit“, vielleicht gelingt es Dir auch Freundschaft mit ihr zu schließen. Ich bin mir sicher, ihr werdet einen guten Weg des Miteinanders finden.

 

Bitte schreibe mir doch Deine Erfahrungen.

8 Kommentare

  1. Carmen Anita Janie Teemer

    Liebe Margaretha,

    Dieser Satz „ Meine Regelmäßigkeit darf sich wandeln, sie bleibt dennoch meine Begleiterin“ trifft es auf den Punkt.
    So sehe und fühle ich das auch.

    Danke für diesen tollen Artikel, der mich einlädt über meine „Routinen“ nach zudenken.

    Liebe Grüße, Carmen.

    Antworten
    • Margaretha Schedler

      Liebe Carman,
      ja, Regelmäßigkeiten erleichtern unser Leben, sollten es jedoch nicht dominieren. Und wie alles im Leben sind auch sie dem Wandel unterworfen. Gott sei Dank.

  2. Karin

    Liebe Margaretha, vielen Dank für Deinen Gedankenanstoss. Der hat mich grad berührt, weil ich mich im Moment ganz fest nach der „normalen“ Regelmässigkeit sehne. Mit dem ganzen Shutdown habe ich plötzlich die Kinder zu Hause und muss zusehen, wie ich irgend eine Regelmässigkeit in das Chaos bringe. Struktur, immer gleich und für alle gültig. Das ist im Moment das, was mich über den Tag rettet. Würden wir Eltern nicht daran festhalten, bei uns gingen wir sang und klanglos unter.
    So zeigt sich mir, dass Regelmässigkeiten mit Lebensphasen einher gehen. Aber ich merke auch, dass ich sie brauche, um mich zu strukturieren, da ich im Moment der Motor sein muss. Ich freue mich darauf, wenn der Alltag wieder einigermassen regelmässig ist, dann kann ich auch wieder ausbrechen.
    Sie muss für mich nicht in Stein gemeisselt sein, sie darf sich bei Bedarf ändern, wobei an ihre Stelle meistens eine Schwester von ihr tritt. Ich mag sie auf jeden Fall und geniesse es, wenns läuft.

    Antworten
    • Margaretha Schedler

      Liebe Karin,
      vielen Dank für Deine Gedanken und es freut mich sehr, dass ich Dir, gerade in der momentan schwierigen Zeit einen Impuls geben konnte. Trotz aller Lebensumstände auf eine gewisse Regelmäßigkeit zu achten ist unser aller Aufgabe und im Moment sicherlich nicht ganz einfach für Eltern mit Kindern. Meine Hochachtung, dass ihr als Eltern ein gutes Beispiel seid.

  3. Maria Neff

    Liebe Margret,
    ach ich bin immer wieder begeistert wie schön du schreibst und vor allem: mit welchen Gedanken du dich immer auseinandersetzt!
    Dass du dies dann auch noch alles so schön in Worte kleiden kannst…………!!!

    Ja Regelmäßigkeit ist schon was Tolles, und gut, wer sich damit positive Rituale erhalten kann.
    Aber mir fällt dabei auch der negative Aspekt besonders auf: Regelmäßigkeit in Verbindung mit Alltagstrott, der immer und immer und immer wieder wiederkehrt und sich so festsetzt, dass es schwierig ist, aus dieser „Regelmäßigkeit“ auch mal auszubrechen, aus unschönen Eigenarten auszubrechen, die so manches Miteinander sehr erschweren können. Also in sich gehen und schauen welche Muster in uns feststecken, die sich regelmäßig ihren Weg nach außen bahnen und uns immer wieder gleich agieren lassen, sehr oft zum Nachteil. Und so bekommt das Sprichwort: erst denken, dann handeln…. auch einen superguten Sinn. Und wer sagt, dass man sich im Alter nicht mehr änder kann, der ist nur zu träge an sich zu arbeiten.
    Es ist vollkommen egal wie langsam man voran kommt, man überholt immer noch jeden der nichts tut.

    Alles Gute! Marianne

    Antworten
    • Margaretha Schedler

      Liebe Marianne,
      wie schön, dass ich Dich zum Nachdenken animieren konnte. Wer kennt nicht den Alltagstrott. Diesen unter die Lupe zu nehmen und wahrzunehmen was verändert werden kann, ist doch ein guter Ansatz, ob langsam oder schnell spielt dabei keine Rolle, wie Du so schön bemerkst. Danke für Deine Gedanken.

  4. Laura Deng

    Liebe Margret,

    danke für diesen Text; es sind wieder wertvolle Gedankenanstöße darin! Mir ist beim Lesen spontan eine Weisheit eingefallen, die man dem Dalai Lama zuschreibt: „Lerne die Regeln, damit Du sie richtig brechen kannst.“

    Regelmäßigkeit kann aber durchaus zum „Geländer“ im Alltag werden. Man hält sich daran fest und gewinnt Sicherheit und Vertrauen. Das habe ich bei meiner Tante erlebt. Sie war Zeit ihres Lebens eine gläubige Christin. Mit fortschreitendem Alter wurde sie dement und selbst einfache Dinge erlebte sie als große Herausforderung. In solchen Situationen hat sie stets ein kurzes Gebet – wie ein Mantra – wiederholt. Das dauerte meistens eine Viertelstunde oder länger. Danach war sie ruhig und zufrieden.

    Meine Tante konnte selbst in ihrer Demenz auf Gebete zurückgreifen, die sie über Jahrzehnte regelmäßig begleitet haben.

    Liebe Margret, ich freue mich schon auf Dein nächstes Thema!

    Herzliche Grüße. Laura

    Antworten
    • Margaretha Schedler

      Liebe Laura,
      vielen Dank für Deinen Kommentar. Wie schön ist Dein Gedanke dass die Regelmäßigkeit zum „Geländer“ im Alltag werden und hier viel Positives bewirken kann.

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