Erfahrungen mit dem intuitiven Schreiben

Meine Erfahrungen mit dem intuitiven Schreiben in einer Auszeit im Kloster Ottobeuren

3. November 2022 | 8 Kommentare

Klöster üben seit Kindertagen eine große Faszination auf mich aus. Ihre majestätische Bauweise und die hohen sie umgebenden Mauern befeuerten schon immer meine Fantasie und weckten meine Neugierde.

Als Großnichte einer Dominikanerin konnte ich mit zehn Jahren glücklicherweise all meine Fragen an eine Insiderin stellen und bekam für mich auch heute noch relevante Antworten.

Im Laufe meines Lebens haben mich immer wieder Klosterfrauen begleitet, ob in der Schule, der Berufsausbildung oder in Seminaren. Es sind tiefe Freundschaften entstanden, die ich nicht missen möchte.

War es das Wort Auszeit in Verbindung mit Kloster oder das intuitive Schreiben?

Irgendwie riefen mich alle Wörter in der Ausschreibung des Seminars von Alexandra Cordes-Guth.

Eintauchen in eine andere Welt

Hoch und schwer ist die hölzerne Eingangstüre, die sich nur mit Kraftanstrengung öffnen lässt. Spürbar empfängt mich die Klosteratmosphäre mit meterlangen, hohen Gängen in Verbindung mit frischer Farbe. Die Restaurateure sind am Werk. Gott sei Dank habe ich einen guten Orientierungssinn und kann mir die Wege von meiner „Zelle“ zum Seminar- und Speiseraum gut merken.

Ankommen, kennenlernen, schreiben

Wörter und Satzanfänge, die sich fast von selbst in kurze Texte verwandeln begeistern mich und meine fünf mitschreibenden Frauen.

 Im Verdichten dieser steht  für mich das Wort „Wertschätzung“ an prominenter Stelle. Damit beginne ich ein 20-minütigen Freewriting und meine Hand bringt  auf wundervolle Weise all das Unausgesprochene vieler Jahre aufs Papier.

Meine Intuition, die Sprache meiner Seele, übernimmt die Führung und der Füller als Werkzeug folgt ihr mühelos.

Die Wertschätzung im SEIN
Einfach so
In allen Dingen des Lebens
Die Wertschätzung im SEIN
Erfahren, geliebt
Ein wundervolles Gefühl
Die Wertschätzung im SEIN
Einfach so

Beim Vorlesen kann ich kaum glauben, dieses Rondell geschrieben zu haben und meine Stimme verrät mein Innerstes.

Vertrauensvoll lasse ich mich auf den weiteren Schreibprozess des „intuitiven Schreibens“ ein. Der Seelenanteil meines „Inneren Kindes“ kommt zu Wort und ich erfahre tiefe Heilung und Dankbarkeit.

Soul Collage – meine Seelenkarte

In diesem gestalterischen Prozess nach Senna Forst öffnen sich mir auf wundersame Weise bisher geheim gehaltene Schätze.

Meine Seelenkarte zeigt sich mir als „Magierin der Liebe“.

In stiller Kommunikation erfahre ich ihre Botschaft, lasse diese durch alle meine Zellen fließen und schreibe aus einer mir bisher unbekannten Seite meines SENS.

Wundervolles Wachstum geschieht

Den Abschluss der Auszeit im Kloster Ottobeuren gestaltet ein ca. 30-minütiger Intuitionsspaziergang begleitet mit meiner inneren Frage:

„Wohin führt mich mein Lebensweg?“

Bewusst mache ich den ersten Schritt über eine imaginäre Schwelle und folge meiner Intuition. Sie führt mich zu einer großen Linde. Ich lasse ihre herbstliche Strahlkraft auf mich wirken, fühle ihre knöchern, faltige Borke und umkreise diesen mächtigen Baum.

Doch was hängt dort in der untersten Astgabel?

Eine große Wünschelrute.

Vorsichtig nehme ich sie herunter und betrachte sie lange. Dabei denke ich an meine Frage. Was möchte sie mir sagen?

Zurück im Seminarraum schreibe ich all meine Eindrücke nieder. Am Ende steht das Wort:

Energiearbeit

Ist das meine neue Ausrichtung?

Ich bin überwältigt und bewahre diesen Impuls als ganz besonderen Schatz meiner Auszeit im Kloster Ottobeuren.

Mein Dank gilt Alexandra als Seminarleiterin, die mir/uns mit diesem Seminar einen Raum geöffnet und ihr großes Einfühlungsvermögen als Therapeutin und Schreibcoach geschenkt hat, sowie meinen fünf mitschreibenden und -fühlenden Frauen, die mir stets wertschätzendes Feedback gaben.

Hast Du auch schon Erfahrungen mit dem intuitiven Schreiben gemacht? Ich freue mich auf Deinen Kommentar.

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8 Kommentare

  1. Alexandra Cordes-Guth

    Liebe Margaretha, wie schön, dass wir diese magische Schreibzeit gemeinsam in den von dir so schön beschriebenen Klostermauern erleben durften. Ich erkenne in deinen Zeilen wieder, wie sehr deine Seele im Schreiben zu dir spricht. Und die Energie der Wertschätzung spürbar und sichtbar macht. Danke für deinen Bericht über den Schreibworkshop und die Würdigung des intuitiven Schreibens.
    Ich hoffe, dass wir noch mehr dieser Schreibzeiten gemeinsam erleben werden.
    Herzliche Grüße
    Alexandra

    Antworten
    • Margaretha Schedler

      Liebe Alexandra, vielen Dank für Deine Gedanken. Mein Erlebtes in Worte zu fassen war für mich, die Tage noch einmal zu vertiefen. In einer Auszeit unter Deiner Führung mehrere Tage mit Hilfe des intuitiven Schreibens meiner Seele Raum und Ausdruck geben zu können ist eine große Erfahrung.

  2. Inge Schumacher

    Liebe Margaretha
    das hört sich spannend an!
    Wenn Du Fragen zu Energiearbeit hast, kannst Du mich gerne löchern!
    Herzliche Grüße
    Inge

    Antworten
    • Margaretha Schedler

      Liebe Inge, ganz lieben Dank für Dein Angebot. Gerne komme ich darauf zurück.

  3. Ulrike

    Liebe Margaretha, ein wunderschöner Bericht, ich glaube, ich konnte mich hineinversetzen, so authentisch, wie Du Deine Erlebnisse beschreibst… auch wenn wir uns nicht persönlich kennen, so war ich Dir beim Lesen nahe, ich wünsche Dir, dass dies alles noch lange in Dir nachklingt. Alles Liebe.

    Antworten
    • Margaretha Schedler

      Das freue mich sehr, liebe Ulrike. Das intuitive Schreiben ist mittlerweile fester Bestandteil meines Lebens geworden. Ich liebe es so sehr und wundere mich jedes Mal über meine Texte.

    • Vera Maria

      Liebe Margaretha, ganz herzlichen Dank für die wundervolle Leseauszeit, die du mir ermöglicht hast. FRAU spürt wie kraftvoll das Bei-sich-SEIN in den Klostermauern für dich war. Ich lasse deinen gelungenen Beitrag noch etwas nachklingen und freue mich schon auf den nächsten Beitrag aus deinem Lebensschatzkisten-Blog.

    • Margaretha Schedler

      Liebe Vera, ganz herzlichen Dank für Deinen Kommentar. Ja, das Bei-sich-SEIN und bleiben ist heutzutage meines Erachtens sehr wichtig geworden. Die Herausforderungen unserer Zeit fordern sehr viel Energie. So sind bewusste Auszeiten außerordentlich wichtig und notwendig.

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